Biografie

Aurélien Pascal wurde bei den Victoires de la Musique Classique 2023 als instrumentale Nachwuchsentdeckung ausgezeichnet und ist international als Solist und Kammermusiker tätig.

1994 in eine Musikerfamilie geboren, studierte er bei Philippe Muller am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris und setzte seine Ausbildung bei Frans Helmerson und Gary Hoffman an der Kronberg Academy fort. Auch die Begegnungen mit János Starker und Gautier Capuçon prägten seine musikalische Entwicklung.

2013 gewann er den zweiten Preis beim Internationalen Paulo-Cellowettbewerb in Helsinki. Beim Emanuel-Feuermann-Wettbewerb in Berlin erhielt er 2014 den ersten Preis, den Publikumspreis und den Preis für die beste Interpretation des Cellokonzerts von Ernst Toch. Beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb wurde er 2017 mit dem vierten Preis ausgezeichnet. Er gehörte 2014 zu den Révélations classiques der Adami und wurde von den Stiftungen Banque Populaire, Safran und Colas unterstützt.

Aurélien Pascal konzertiert unter anderem mit dem Orchestre de Paris, den Philharmonischen Orchestern von Monte-Carlo, Helsinki und Hangzhou, der Hong Kong Sinfonietta, dem Chamber Orchestra of Europe und der Kammerakademie Potsdam. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Christoph Poppen, András Schiff, Vladimir Fedoseyev, Lawrence Foster, Stanislav Kochanovsky und Corinna Niemeyer zusammen.

Die Kammermusik nimmt einen zentralen Platz in seinem musikalischen Leben ein. Zu seinen Partnern zählen Alexandre Kantorow, Liya Petrova, Renaud Capuçon, Augustin Dumay, Tabea Zimmermann, Pavel Kolesnikov, Clara-Jumi Kang und Emmanuel Pahud. Im Trio Pascal spielt er mit dem Geiger Alexandre Pascal und dem Pianisten Denis Pascal. Er gastiert bei Festivals wie La Roque d’Anthéron, dem Osterfestival von Aix-en-Provence, dem Beethovenfest Bonn, La Folle Journée und dem Internationalen Musikfestival von Marvão.

Seine Diskografie umfasst Danzis Cellokonzert mit dem Münchener Kammerorchester unter Howard Griffiths, 2018 bei Sony Classical erschienen, sowie All’Ungarese mit Paloma Kouider, 2019 bei La Música veröffentlicht und mit einem Choc Classica und einem Diapason Découverte ausgezeichnet. Mit dem Trio Pascal nahm er Schuberts Klaviertrios und ein Programm mit Werken von Dvořák, Suk und Smetana auf.

Er spielt ein französisches Violoncello von Adolphe Gand aus dem Jahr 1850.